Virtuelle Identitäten - Was bringen sie und wo liegen die Gefahren?

#Eskapismus und #Realitätsflucht sind bei Klienten in der ambulanten Therapie Mediensucht ein sehr dominantes Thema. Sich virtuelle Persönlichkeiten in Computerspielen oder unreale Identitäten in soziale Medien und Dating Portalen erschaffen, diese dann als liebens- und erstrebenswerter wahrzunehmen als die reale Person ist ein häufiges Gesprächsthema. Warum ist das so und wo liegt die Gefahr dabei?
Virtuelle Identitäten bieten vollständige Kontrolle: Aussehen, Verhalten, Stärken – alles ist formbar. Im echten Leben ist man an biologische, soziale und historische Gegebenheiten gebunden. Online kann man sich idealisieren ohne die Barriere der Realität.
Wer mit sich selbst, seinem Aussehen, seiner Persönlichkeit oder seiner sozialen Stellung hadert, findet in einer virtuellen Identität eine Möglichkeit, der Realität zu entfliehen – ähnlich wie bei einer Rolle auf einer Bühne. Virtuelle Identitäten wirken wie eine Rüstung gegen Ablehnung oder Scham.
In sozialen Medien, Games oder virtuellen Communities erhalten Nutzer oft mehr Bestätigung, Aufmerksamkeit oder Zuneigung für ihr digitales Selbst als im echten Leben.
Selbst kreierte virtuelle Persönlichkeiten ermöglichen es, Aspekte des Selbst auszuleben, die im Alltag unterdrückt werden: z. B. Geschlechtsidentität, kulturelle Zugehörigkeit, Mut, Humor oder Erotik. Besonders in Jugendphasen oder Identitätskrisen kann das eine wichtige Rolle spielen.
Gamer neigen dazu, sich in Fantasiewelten zu verlieren, weil sie dort Gefühle erleben, die sie im echten Leben vermissen. Diese virtuellen Identitäten verkörpern dann nicht nur ein Ideal, sondern auch einen emotionalen Zufluchtsort.
Die eigene Identität ist oft von Limitierungen geprägt (z. B. durch Erziehung, Körper, Trauma). Eine virtuelle Persona hingegen verkörpert meistens nicht die Version von sich selbst, sondern die die man „gern wäre“ - Häufig in Dating Portalen festzustellen.
Problematisch kann es werden, wenn die Kluft zwischen dem echten und dem virtuellen Selbst zu Isolation oder Entfremdung führt (Realitätsflucht). Wenn man sich zu sehr mit dem künstlichen Selbst identifiziert, verliert man den Bezug zum realen Ich (Identitätsverlust). Virtuelle Ideale können aber auch unrealistische Maßstäbe setzen und das Selbstwertgefühl untergraben (Vergleichsproblem).
Es kann sehr schön, angenehm und auch helfend sein sich in eine erfundene, virtuelle Persönlichkeit zu denken, auch mal zu flüchten und diese fantasievoll auszuleben aber dabei sollte die eigene, reale Persönlichkeit lebens- und liebenswerter bleiben oder zu mindestens wieder werden.
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Tagesseminar im Kloster Banz zum problematischen #Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen für die #Beratungskräfte und #SchulpsychologInnen der Realschulen Oberfranken. Es macht schon besonderen Spaß in diesem Ambiente ein Seminar zu halten. Herzlichen Dank für die tolle Stimmung, das große Interesse am Thema und die gute Organisation der staatlichen Schulberatung und der Hans Seidel Stiftung für diesen spannenden Tag. www.hilfe-mediensucht.de #mediensucht#seminar#fortbildung#schule#lehrer#oberfranken#klosterbanz

Wieder ein toller #Präventionstag für SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte gegen einen problematischen #Medienkonsum hin zu einem gesunden Umgang mit Medien. Diesmal im Gymnasium Immenstadt. Danke an alle Schüler der 8. , 9. und 10. Jahrgangsstufen sowie den Teilnehmerinnen der Abendveranstaltung für die interessierten Fragen und spannenden Denkanstöße. Gerne komme ich wieder. #prävention#schüler#eltern#lehrkräfte#bleibstark#mediensucht

Die Augsburger Allgemeine Zeitung hat sich dem Thema der Pornografie -Nutzungsstörung gewidmet. "Wie Pornosucht das Leben diktiert" - Ein Bericht von Bill Titze der lesenswert ist. Ich finde es längst überfällig, dass das Thema in der Öffentlichkeit mehr Beachtung findet. Ein guter Schritt in die Richtung das viel zu geringe Hilfeangebot für Betroffene auszubauen. Den Link findet Ihr hier bei Presse und Medienberichten. #Pornografienutzungsstörung#hilfefinden#beratung#behandlung

#Workshops und #Vorträge an der Mittelschule in Immenstadt zum Thema „Mediensucht“ – Impulse für Schüler, Eltern und Lehrkräfte In Workshops arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen intensiv zum Thema Mediensucht und Medienkonsum. Dabei ging es nicht nur um Risiken, sondern vor allem um Alternativen zur Bildschirmzeit. Am Abend richtete sich der Blick auf die Erwachsenen. Beim Eltern-Lehrer-Abend zum Thema problematischer Medienkonsum sprach Niels Pruin darüber, wie Eltern ihre Kinder im digitalen Alltag begleiten können. Neben hilfreichen Informationen stand vor allem der Gedanke im Mittelpunkt, dass Kinder nicht nur durch Regeln lernen, sondern vor allem durch Vorbilder. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Rotary Club Immenstadt, der diese Veranstaltung finanziell unterstützt und damit möglich gemacht hat. Text: Birte Hehle Den Link zur Homepage der Mittelschule Immenstadt findet ihr in der Story bei Instagram. www.hilfe-mediensucht.de #mediensucht#medienkonsum#prävention#schüler#elternabend#lehrerfortbildung#schule#immenstadt#bayern @rotary_oberstaufen_immenstadt







